Kurz vor der Geburt
Manche Shootings entstehen nicht nach Wochen der Planung. Sie entstehen, weil jemand anruft und sagt: Jetzt oder nie. Bei Greta war es genau so – wir haben das Shooting sehr spontan vereinbart, in ihrer letzten Woche vor der Entbindung.
Fotografiert haben wir bei ihr zu Hause. Kein Studio, aber durch die bewusste Reduktion auf Hintergrund und Mensch hatte es am Ende genau diese Wirkung – ruhig, konzentriert, nichts, was ablenkt.
Das einzige Element, das wir bewusst eingebaut haben, war eine Monstera. Ihr Grün, ihre Formen – ein stilles Symbol für Leben, das gerade entsteht. Wir haben sie nie scharf gestellt. Nur als Unschärfe im Vordergrund, fast wie eine Ahnung. Genau wie das Baby selbst zu diesem Zeitpunkt nur als Ultraschallbild sichtbar ist – auch das immer ein diffuses, unscharfes Bild. Vielleicht ist genau das die Verbindung: zwei Formen von Leben, beide noch nicht ganz greifbar, beide schon da.





